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Nahverkehrsplan 2015-2020: Umsetzung hat schon begonnen

23.12.15 11:02 Uhr
In seiner letzten Sitzung am 10.12.2015 hat der Kreistag den neuen Nahverkehrsplan (NVP) für den Rhein-Erft-Kreis einstimmig beschlossen.

Am Ende dieses erfolgreichen Aufstellungsprozesses blickt die Kreisverwaltung auf über sechzig Abstimmungstermine mit den Städten, Nachbarkreisen, Verkehrsunternehmen und verschiedenen Verkehrs-, Senioren- und Behindertenverbänden zurück. Erstellt wurde der NVP vom Büro Stadtverkehr aus Hilden, das seine Expertise in all diese Gespräche einbrachte und die jeweils neuen Sachstände jeweils in den städtischen Ausschusssitzungen vortrug.

Von vorneherein hat die Kreisverwaltung die Transparenz des Verfahrens und die Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit besonders groß geschrieben. 2013 wurde zunächst eine Haushaltsbefragung "Mobil im Rhein-Erft-Kreis" durchgeführt, bei der repräsentative Ergebnisse zum Mobilitätsverhalten der BürgerInnen ermittelt wurden.

Berthold Rothe, Verkehrsdezernent im Kreis: "Es freut mich besonders, dass wir durch die intensiven Gespräche mit den Städten alle fachlichen Vorbehalte ausräumen konnten und nun an die Umsetzung gehen können. In einer umfangreichen Stellungnahme hat das Amt für ÖPNV alle 239 Anregungen und Kritikpunkte aus den Städten, Verkehrsunternehmen, sonstigen Organisationen und einzelnen BürgerInnen beantwortet und in den allermeisten Fällen Lösungswege aufgezeigt."

Bei der 2013/2014 angebotenen Online-Beteiligung nahmen bereits über 400 BürgerInnen mit konkreten Verbesserungsvorschlägen zum ÖPNV im Rhein-Erft-Kreis Stellung. Die Ergebnisse wurden stadtbezogen aufbereitet, den zehn kreisangehörigen Städten zur Verfügung gestellt und finden sich nun teilweise im Maßnahmenkonzept wieder.

Erste Maßnahmen aus dem Maßnahmenpaket des NVP konnten bereits zum Fahrplanwechsel am 13.12.2015 realisiert werden. Beispielsweise hält die Linie 976 (Kerpen-Frechen) künftig auch in Neu-Bottenbroich und die Linie 979 (Zülpich-Erftstadt-Hürth) auch am Bahnhof Erftstadt. Die Linie 978 (Hürth-Köln) wurde im
Bereich Sielsdorf begradigt und bringt die Fahrgäste künftig noch schneller von Berrenrath nach Köln. Damit hat die Umsetzung des NVP allerdings erst begonnen.

Verwaltung und Politik sind sich einig, dass nun in 2016 zunächst Fahrgastzählungen durchgeführt werden sollen, wie dies auch häufig andernorts geschieht. Nur mit Vorliegen von Fahrgastzahlen können z.B. eventuelle Überkapazitäten im Busangebot erkannt werden. Die hierbei zu realisierenden Einsparungen sollen dann zur Angebotsverdichtung auf nachfragestarken Linien verwendet werden. Hierzu hat der NVP bereits zahlreiche mögliche Maßnahmen vorgeschlagen, die von den jeweils betroffenen Städten mitgetragen werden. Die Umsetzung erster Maßnahmen ist für 2016 und 2017 geplant. Im Detail sind allerdings noch Absprachen mit den jeweiligen Städten und der REVG erforderlich.

Zur Umsetzung der vom Personenbeförderungsgesetz ab 2022 vorgeschriebenen Barrierefreiheit im ÖPNV wird die Verwaltung im Frühjahr 2016 die Fachverwaltungen aller zehn Kreiskommunen einladen und gemeinsame Lösungswege diskutieren.

Mit dem neuen Verkehrsmittel TaxiBus ermöglicht der NVP den Städten jetzt eine kundenfreundliche Alternative für nachfrageschwache Zeiten. Hierbei handelt es sich um ein Linientaxi, das nach telefonischer Voranmeldung einen festen Linienweg fährt und voll in den VRS-Tarif integriert ist. Eingesetzt werden kann der TaxiBus, sobald die Verwaltung Anfang 2016 ein Finanzierungskonzept vorgelegt hat.

Sämtliche Zwischenergebnisse des NVP hat die Verwaltung stets in ihrem Internetangebot bereitgehalten. Auch künftige Änderungen und Ergänzungen des NVP werden fortlaufend online aktualisiert werden.

Der Dezernent zeigt sich hochzufrieden: "Insgesamt zeigen die umfangreichen Diskussionen im Kreis und in den Städten, dass auf allen Seiten der Wille da ist, den Busverkehr im Kreis als umweltfreundliches Verkehrssystem für alle weiter zu optimieren."