mre (multiresistente Erreger) netz regio rhein ahr
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- Prof. Dr. med. Martin Exner, Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit Uni Bonn (i.B.a.r.) mit den Amtsärztinnen und Amtsärzten des mre-netzes regio rhein ahr
Dies bedeutet für viele Patientinnen und Patienten, auch im Rhein-Erft-Kreis, oft längere Behandlungen und zusätzliche Belastungen durch eine verzögerte oder nicht eintretende Heilung der Infektion.
Um dem zunehmenden Problem dieser multiresistenten Erreger (MRE) wirksam entgegenzutreten, wurde am 01.09.2010 unter maßgeblicher Beteiligung des Gesundheitsamtes des Rhein-Erft-Kreises ein überkommunales Netzwerk, das "mre-netz regio rhein ahr" gegründet und in einer Auftaktveranstaltung am 31.03.2011 in Siegburg dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Dieses wird über Mittel seitens der beteiligten Kommunen (Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Stadt Bonn, Rhein-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis, Kreis Ahrweiler) finanziert und beinhaltet die Beschäftigung eines gemeinsamen ärztlichen Koordinators sowie die Nutzung der wissenschaftlichen Infrastruktur und Expertise des Universitätsklinikums Bonn, bzw. des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Universität Bonn (Vorstand Prof. Exner).
Ziel des Netzwerkes ist es, die Anforderungen an die Hygiene im Umgang mit Problemkeimen in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Reha-Kliniken, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen sowie im Rettungsdienst mit allen Beteiligten abzustimmen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Lebensqualität betroffener Patienten und Patientinnen in unserem Landkreis und die deren Angehöriger erhalten bleibt.
Die Ausbreitung von Krankheitserregern, die gegen Antibiotika resistent sind, stellen nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein gesamtgesellschaftliches und vor allen Dingen auch ökonomisches Problem dar. Unterstrichen wird die Bedeutung auch dadurch, dass das Bundesministerium für Gesundheit einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Hygienesituation in Gemeinschaftseinrichtungen vorgelegt hat, ebenso wurde die Krankenhaushygieneverordnung des Landes NRW aus diesem Anlass aktualisiert. Ferner wird die Bedeutung der Problematik dadurch unterstrichen, dass das Thema "Antibiotikaresistenzen verhüten und bekämpfen" Thema des diesjährigen Weltgesundheitstages am 07.04.2011 ist.
Landrat Werner Stump stuft die Kooperation des Rhein-Erft-Kreises mit weiteren Kommunen unter Einbeziehung der Universitätsklinik Bonn sehr hoch ein.
"Im Bereich der Vorsorgemedizin bündeln wir hier im Umfeld der Gesundheitsregion Köln-Bonn vorbildlich die Kräfte im Schulterschluss mit der Bundespolitik gegen die multiresistenten Erreger zum Schutz unser Bevölkerung", so Landrat Werner Stump.
