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MRE-Netz Regio Rhein-Ahr an den Start gegangen

29.07.11 09:34 Uhr
Das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises arbeitet mit den Gesundheitsämtern vier weiterer Landkreise sowie der Bundesstadt Bonn und ab dem 01.08.2011 auch mit der Stadt Köln gemeinsam mit der Universitätsklinik Bonn im MRE-Netz Regio Rhein-Ahr zusammen.

Ziel dieser Kooperation ist die Verringerung der Zahl an im Krankenhaus erworbenen Infektionen mit sogenannten "multiresistenten Krankheitskeimen (MRE)".

Neben den Städten Köln und Bonn und der Uniklinik Bonn beteiligen sich der Rhein-Sieg-Kreis, der Oberbergische Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis sowie der Landkreis Ahrweiler an diesem Netzwerk. Inhalte der Zusammenarbeit sind die Beschäftigung eines gemeinsamen Koordinators, die Aufklärung über Präventionsmöglichkeiten und die Zertifizierung von Kliniken mittels eines Siegels, das dann verliehen wird, wenn bestimmte Hygieneanforderungen erfüllt werden.

Weitere Ziele und Verhütungsstrategien stellen die Vermittlung eines Grundwissens über Hygienemaßnahmen und eine rationelle, sinnvolle Behandlung mit Antibiotika sowie die verbesserte Umsetzung der selben im Arbeitsalltag dar. Darüber hinaus wirkt das Netz auf eine Früherkennung von mit MRE-Bakterien behafteten Patienten hin, sowie auf die Toleranz im Umgang mit diesen. Weitere wesentliche Ziele des Netzes sind die Fortbildungen von im Gesundheitswesen Tätigen, die Verbesserung der Kommunikation zwischen den beteiligten Institutionen des Gesundheitswesens und vor allem die Förderung der Lebensqualität von Patienten, die mit einer solchen Infektion leben müssen.

Das Konzept des MRE-Netzes Regio Rhein-Ahr hat in der jüngeren Zeit auch Beachtung gefunden bei der Präsentation im Rahmen von Fachkongressen z.B. anlässlich des Kongresses für Hygiene- und Umweltmedizin an der RWTH Aachen so wie auch beim Kongress der Ärztinnen und Ärzte für den öffentlichen Gesundheitsdienst in Trier.

Das Netz wurde der Fachöffentlichkeit bereits am 30.03.2011 im Rahmen einer Auftaktveranstaltung in Siegburg vorgestellt, im Internet des Rhein-Erft-Kreises ist eine entsprechende Website eingerichtet, wo sich auch die Allgemeinbevölkerung umfassend über das Netzwerk, die Teilnehmer, die Aktivitäten und häufig gestellte Fragen zum Thema MRE informieren kann. Näheres erfahren Sie unter www.rhein-erft-kreis.de, dort in der Themennavigation "Gesundheit" und unter www.mre-rhein-ahr.net.

Landrat Werner Stump unterstützt das Projekt nachhaltig.

"Ein für die Bevölkerung zunehmend wichtiges Thema", so der Landrat. "Durch das entstandene MRE-Netzwerk werden Kräfte gebündelt, um das Infektionsrisiko für die Bürgerinnen und Bürger zu senken."