Landrat Werner Stump lud Land- und Forstwirtschaft in das Schloss Bedburg
So konnten im Jahr 2011 Projekte wie der Landschaftspark Eichholz in Wesseling, im Pulheimer Nordpark und am Stotzheimer Bach, um nur einige zu nennen, begonnen werden.
"Im nächsten Jahr werden weitere Projekte erkennbare Konturen gewinnen und ihren Beitrag zur Lebens- und Erlebnisqualität in unserem Kreis liefern", so Stump zu den 140 Gästen aus Land- und Forstwirtschaft.
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert im Rahmen des Programms "Ländlicher Raum" Maßnahmen zur naturschutzgerechten Nutzung von Grünland, Acker und sonstigen Biotopen sowie die Pflege von Streuobstwiesen/-weiden und Hecken. Die Europäische Union beteiligt sich an der Förderung dieser Maßnahmen mit bis zu 45 %. So konnten im vergangenen Jahr im Rhein-Erft-Kreis insgesamt 44 Verträge mit einem Gesamtvolumen von ca. 114.000 €, hiervon ca. 51.000 € an EU-Fördermitteln, an die Landwirte im Kreis ausgezahlt werden.
"Die Erhaltung der biologischen Vielfalt bleibt eine zentrale Zukunftsaufgabe auf unseren Bördeflächen", so der Landrat.
Auch der Dioxinskandal im abgelaufenen Jahr hatte Auswirkungen auf den Rhein-Erft-Kreis, denn die Betriebe, die Eier, Geflügel und Schweinefleisch vertreiben, kämpften lange, um das verlorene Vertrauen der Verbraucher wiederherzustellen. Das Amt für Verbraucherschutz, Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Rhein-Erft-Kreises nahm hier eine wichtige Rolle ein, denn durch regelmäßige Kontrollen konnten die Verbraucher beruhigt werden, so auch in Hinblick auf die EHEC-Krise, die im Frühjahr Gemüse-Betriebe in ganz Deutschland erschüttert hat. In beiden Krisensituationen konnten glücklicherweise keine entsprechend negativen Nachweise im Kreis ermittelt werden.
Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes zog in seinem agrarpolitischen Rückblick zunächst ein positives Fazit, denn die Getreideernte im Rhein-Erft-Kreis ist sehr zufriedenstellend ausgefallen und die Zuckerrübenernte wird die bisherigen Rekorde wohl noch toppen.
Marlies Kolping, die Vorsitzende des Rheinischen Landfrauen-Kreisverbandes Rhein-Erft-Kreis/Stadt Köln, hob hervor, wie wichtig die Arbeit der Landfrauen ist und schilderte eindrucksvoll die Aktivitäten im vergangen Jahr.
In einem Fachvortrag erläuterte Christian Koch, Diplom-Metereologe des Deutschen Wetterdienstes Essen, die Klimaauswirkungen auf die Landwirtschaft.
Ausklang nahm der vom stürmischen Herbstwetter geprägte Abend bei, dank der Landfrauen, reichhaltigem Buffet und vielen Gesprächen, denn so häufig kommen die Vertreter der Land- und Fortwirtschaft nicht in so großer Zahl zusammen.
