Aktuelles - Landrat schafft Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten


Sie sind hier: Startseite > Themenbereich > Aktuelles > Meldung
Lesehilfen:lineare Seitendarstellung mehrspaltige Seitendarstellung Schriftgrad erhoehen Schriftgrad verkleinern

Landrat schafft Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten

05.11.15 15:17 Uhr
Landrat Michael Kreuzberg hat im Zuge einer Neuorganisation eine Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten gebildet, die sich zudem um die Bereiche Integration und Inklusion kümmern soll.
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
Michael Kreuzberg, Landrat
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland ist ungebrochen. Alleine im Oktober 2015 sind über 115.000 Menschen nach Deutschland eingereist. Dies stellt die Verwaltungen in Deutschland auf allen Ebenen vor immense Herausforderungen.

Alleine auf dem Gebiet des Rhein-Erft-Kreises haben in Unterkünften der kreisangehörigen Kommunen und des Kreises bislang knapp 4.000 Menschen Unterkunft und Zuflucht gefunden. Ungefähr die Hälfte davon wurde von den Kommunen und vom Kreis in Notunterkünften untergebracht. Im Rahmen dieser Entwicklung trägt die kommunale Ebene aus Gemeinden, Städten und Kreisen die Hauptlast der Verantwortung.

"Dieser Umstand führt dazu, dass ein hohes Maß an verwaltungstechnischen, organisatorischen und konzeptionellen Aufgaben zu bewältigen ist", erklärt Landrat Kreuzberg.

"Die Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen hat gezeigt, dass eine dezernatsübergreifende Koordination dieser Aufgaben sinnvoll ist. Insbesondere aus den Bereichen Schule und Soziales sind Aufgaben in der neuen Stabsstelle bei mir übergreifend zusammengefasst worden", so Landrat Kreuzberg weiter.

Die Stabsstelle werde eine adäquate Personalausstattung erfahren, die zunächst ohne die Einrichtung zusätzlicher Stellen auskommen soll. Inwieweit die dort entstehenden Personalkosten vom Land gefördert werden, gelte es noch zu klären.

Landrat Kreuzberg gehe es sowohl um die Leistung konzeptioneller Arbeit, wie auch um Dialog, Kommunikation und z.B. den Aufbau eines Netzwerkes zu Freiwilligen und Hilfsorganisationen. Darüber hinaus soll die neue Stabsstelle als Mittler und Dienstleister zwischen den kreisangehörigen Kommunen und der Bezirksregierung dienen, u.a. um weitere Zuweisungen zu koordinieren. Zudem ist es erforderlich, erbrachte Leistungen des Kreises und der Kommunen gegenüber dem Land abzurechnen. Auch dies ist mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden.

Die Kreisverwaltung zeige damit, dass sie schnell in der Lage ist, auf neue Herausforderungen zu reagieren, sagt Landrat Kreuzberg. Es gelte nun, Strukturen schaffen, mit der die bestehenden Herausforderungen gemeistert werden können und zwar ohne dass die Funktionsfähigkeit der Behörde im Übrigen beeinträchtigt wird.

"Ich möchte, dass die Bürgerinnen und Bürger im Kreis auch weiterhin schnell und unkompliziert z.B. ihr Kfz anmelden können oder eine wasserrechtliche Genehmigung erhalten", so Kreuzberg.

Mit Dezernent Anton-Josef Cremer steht dem Landrat ein erfahrener und kompetenter Verwaltungsfachmann zur Seite, der aufgrund seiner Berufserfahrung und Vernetzung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene ideal geeignet ist.

Cremers bisherige Aufgaben in der Verwaltung werden nun vom Leiter des Rechts- und Vergabeamtes, Christian Nettersheim, wahrgenommen.