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Landrat für Verbleib der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Region

28.11.11 07:59 Uhr
Konrad-Adenauer-Stifung erwägt Aufgabe des Stiftungssitzes in Sankt Augustin und Schloss Eichholz

"Konrad Adenauer war "Ne rheinische Jung" und in seinem Wirken der Region stets eng verbunden. Ein Wegzug der Konrad-Adenauer-Stiftung aus Schloss Eichholz und Sankt Augustin wäre so, als würde die Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin verlassen. Ich spreche mich daher für den Verbleib der Stiftung in unserer Region aus", so Landrat Werner Stump zu den Plänen der Stiftung, sich aus dem Rhein-Erft-Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis zurück zu ziehen.

"Konrad Adenauer hat in seinem politischen Handeln stets die Region um Köln und Bonn im Blick gehabt. Demzufolge hat auch die Konrad-Adenauer-Stiftung eine enge Verbundenheit zum Wirkungskreis des ehemaligen Bundeskanzlers und Oberbürgermeisters von Köln, was sie ja auch mit den Ansiedlungen in Wesseling und Sankt Augustin zum Ausdruck gebracht hat. Ein Wegzug wäre hierbei das falsche Signal", so Stump weiter.

Wie aus Kreisen der Stiftung zu vernehmen ist, gibt es einen Beschluss der Konrad-Adenauer-Stiftung, vorliegende Kaufangebote für beide Immobilien, dem Stiftungssitz in Sankt Augustin und der Bildungsstätte auf Schloss Eichholz in Wesseling, zu prüfen.

Hervorgegangen ist die Konrad-Adenauer-Stiftung aus der am 20. Dezember 1955 gegründeten "Gesellschaft für christlich-demokratische Bildungsarbeit e.V.". Nach dem Erwerb von Schloss Eichholz in Wesseling wurden im Dezember 1956 dort erste Seminare angeboten, 1963 wurde ein Erweiterungsbau der politischen Akademie Schloss Eichholz durch den damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer eingeweiht.

Die aktuelle Situation nimmt Landrat Werner Stump zum Anlass, in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin um deren Unterstützung für den Erhalt der Standorte in der Region Köln/Bonn zu bitten.