Aktuelles - Land NRW verhängt allgemeine Aufstallungspflicht für Hausgeflügel


Sie sind hier: Startseite > Themenbereich > Aktuelles > Meldung
Lesehilfen:lineare Seitendarstellung mehrspaltige Seitendarstellung Schriftgrad erhoehen Schriftgrad verkleinern

Land NRW verhängt allgemeine Aufstallungspflicht für Hausgeflügel

22.12.16 09:34 Uhr
Veterinäramt des Kreises informiert über korrekte Geflügelhaltung und steht zur Beratung zur Verfügung

Ein Ende der Verbreitung der Geflügelpest ist momentan nicht abzusehen. Nachdem in Nordrhein-Westfalen nun auch noch ein großer Putenbestand betroffen war, hat das zuständige Ministerium eine neue Risikobewertung vorgenommen und ist zu der Entscheidung gelangt, eine landesweit gültige allgemeine Aufstallungspflicht des gesamten Hausgeflügels anzuordnen.

Diese Maßnahme dient dem Schutz der Hausgeflügelbestände vor der Ansteckung durch Wildvögel.
Die Aufstallungspflicht bedeutet, dass Geflügel entweder in geschlossenen Ställen zu halten ist oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, dichten Abdeckung mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung (z.B. Netze) besteht.

Geflügelhalter müssen auch weiterhin die vorgeschriebenen sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen beachten:

  1. Einstreu, Futter und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen kann, sind für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.
  2. Das Geflügel ist unbedingt von natürlichen oder sonstigem Oberflächengewässern fernzuhalten, zu denen auch Wildvögel Zugang haben. Zudem darf nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind. 
  3. Transportkisten, Transportfahrzeuge und andere Transportmittel müssen nach jeder Verwendung gereinigt und desinfiziert werden.
  4. Um die Virusübertragung zu verhindern, sollten Ratten und Mäuse in der Umgebung der Geflügelhaltung konsequent bekämpft werden. Auch Hunde und Katzen sollten von den Stallungen ferngehalten werden.
  5. Ställe und Aufenthaltsorte des Geflügels dürfen nur mit Schutzkleidung betreten werden. Hände und Schuhwerk müssen vor Betreten des Stalles gereinigt und desinfiziert werden. Handelsübliche Desinfektionsmittel („bedingt viruzid“ oder „viruzid“) reichen dazu aus. Als Desinfektionswanne für Schuhe und Stiefel reicht z.B. ein sauberer Mörtelkasten. 
  6. Bitte beachten Sie auch, dass Kontakte mit anderen Geflügelhaltern zu einer Verbreitung des Virus führen können. 
  7. Die Geflügelunterstände dürfen nur vom Halter und den von ihm beauftragten Personen betreten werden. Der Personenverkehr sollte auf das absolut notwendige Maß beschränkt werden. 
  8. Eierschalen sowie Speise- und Kuchenabfälle dürfen nicht verfüttert werden. Eierkartons dürfen nur einmal verwendet werden.

Alle Geflügelhalter sind verpflichtet dem Veterinäramt gehäufte, plötzliche Tierverluste unverzüglich zu melden.

Die dem Kreisveterinäramt bekannten Geflügelhalter werden in den kommende Tagen die genannten Hinweise nochmals per Post erhalten.

Das Kreisveterinäramt steht Ihnen bei Fragen und zur Beratung gerne zur Verfügung.