Aktuelles - Kreisweite Ehrenamtsschulung in Bergheim


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Kreisweite Ehrenamtsschulung in Bergheim

19.11.15 08:39 Uhr
Bürgerschaftliches Engagement ist heutzutage unverzichtbar für unsere Gesellschaft und gewinnt in den unterschiedlichsten Bereichen immer mehr an Bedeutung.
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
Teilnehmende an der Ehrenamtsschulung in Bergheim
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Auch im Rhein-Erft-Kreis (R-E-K) wächst die Zahl der freiwilligen Helfer kontinuierlich.

Zahlreiche Flüchtlinge, die im Rhein-Erft-Kreis ankommen, treffen auf fremde Strukturen. Sie brauchen jemanden, der die Verwaltungsanforderungen übersetzt und ihnen Orientierung im neuen Land bietet. Diese Aufgabe übernehmen immer öfter ehrenamtliche Helfer, die immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt werden.

Landrat Michael Kreuzberg und die in der Kreisverwaltung neu gegründete Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten, Integration, Inklusion und Integration in den Arbeitsmarkt unter der Leitung des Dezernenten Anton-Josef Cremer, in die auch das Kommunale Integrationszentrum integriert ist, ist es ein Anliegen, die Ehrenamtlichen gut auf ihre Tätigkeit vorzubereiten.

Aus diesem Grund organisierte das Kommunale Integrationszentrum R-E-K zwei kreisweite kostenfreie Schulungen für ehrenamtliche Helfer in der Flüchtlingshilfe in Hürth und Bergheim. Die Schulungen wurden aus Fördermitteln des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und Mitteln des R-E-K finanziert. Insgesamt nahmen 18 Ehrenamtliche an der Schulung in Bergheim teil. Die Schulung bestand aus vier Modulen, die an zwei Abendterminen und einmal ganztägig am Wochenende stattfand. Die Schulung für den Nordkreis wurde bereits erfolgreich beendet, die Schulung im Südkreis findet Ende November ihren Abschluss.

Am ersten Abend vermittelte Referent Herbert Warmbier die "Techniken der gewaltfreien Kommunikation" nach M. Rosenberg und trainierte eine wertschätzende und achtsame Sprache.

Am Samstagvormittag informierten Dr. med. Franz-Josef Schuba, Leiter des Gesundheitsamtes Rhein-Erft-Kreis, Dr. Karin Moos und Dr. Pantelis Petrakakis, Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Erft-Kreises, über die "Grundlagen des Gesundheitssystems in Deutschland" sowie über "jugendärztliche und zahnärztliche Themen".

Am Nachmittag referierten Janina Vetten und Jowanna Klütsch, Mitarbeiterinnen des Ausländeramtes Rhein-Erft-Kreis, über die aktuellen "gesetzlichen Grundlagen des Asylrechts" und gaben einen anschaulichen Einblick in ihre Arbeit.

Am zweiten Abend der Schulung stand das "Interkulturelle Training" im Vordergrund. Der Referent Martin Gottsacker, interkultureller Trainer, verdeutlichte den Teilnehmenden die "Chancen und Stolpersteine im interkulturellen Miteinander" sowie die "Chancen und Grenzen im Ehrenamt".

Es entstanden viele Gespräche und Diskussionen, die das Engagement der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit zeigten und den Bedarf an professioneller Begleitung vor Ort offenbarten.