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Kreistag beschließt einstimmig, Klage gegen AKW Tihange zu prüfen

26.02.16 11:38 Uhr
Landrat Kreuzberg strebt gemeinsames Vorgehen mit Städteregion Aachen an

Auf seiner gestrigen Sitzung hat der Kreistag des Rhein-Erft-Kreises die Kreisverwaltung einstimmig damit beauftragt, die möglichen rechtlichen Schritte gegen den Betrieb des belgischen Atomreaktors Tihange zu prüfen.

Zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Kreisentwicklung und Energie wird zudem bei der Städteregion Aachen ein Vertreter angefragt, der den aktuellen Verfahrensstand in der Städteregion erläutern kann. Der Städteregionsausschuss hat bereits am 2. Februar beschlossen, gegen den Betrieb des Atomkraftwerks vor Gericht zu ziehen.

Im Kernkraftwerk Tihange war es immer wieder zu Zwischenfällen gekommen. Nachdem Reaktorblock 2 im März 2014 wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet wurde, ging er trotz der festgestellten Haarrisse im Reaktorbehälter im Dezember 2015 wieder ans Netz. Erst in dieser Woche wurde Block 1 der Anlage nach technischen Auffälligkeiten vom Netz genommen.

Landrat Michael Kreuzberg hat in einem Brief an seinen Kollegen, Städteregionsrat Etschenberg, darum geworben, „die notwendigen rechtlichen Schritte gemeinsam einzuleiten“. Sollte die Prüfung ergeben, dass sich der Rhein-Erft-Kreis der Klage der Städteregion anschließen kann, wird er dies tun. 

In seinem Brief betont Landrat Kreuzberg: "Unabhängig vom Ausgang des rechtlichen Verfahrens halte ich ein Zeichen der Geschlossenheit der Grenzregion in dieser Angelegenheit für zwingend notwendig, um die vom Atomreaktor Tihange ausgehende Gefahr für die Menschen in unserer Region einzudämmen und möglichst dauerhaft zu beseitigen."