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Kreis vergibt Darlehen zur Instandsetzung und Modernisierung von selbst genutzten denkmalwerten Gebäuden

13.11.13 12:16 Uhr
Die NRW.BANK und das Bauministerium haben neue Förderprogramme zur Förderung der Denkmalpflege in NRW aufgelegt.

Für die Förderung von selbst genutzten Wohnraum stehen landesweit 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Hierzu können beim Wohnungsamt des Rhein-Erft-Kreises in Bergheim Förderanträge für den Umbau und die Modernisierung eines Gebäudes beantragt werden. Im Gegensatz zu früheren Fördermaßnahmen können jetzt nicht nur denkmalgeschützte Objekte gefördert werden, sondern auch andere in Stand zu setzende Gebäude mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz. Damit erschließt sich ein größerer Kreis der Antragsberechtigten als bei der bisherigen Zuschussförderung.

Die Maßnahmen müssen mit dem örtlichen Planungsamt oder bei denkmalgeschützten und denkmalwerten Wohngebäuden mit der Unteren Dankmalbehörde abgestimmt worden sein. Die Förderung setzt die Zustimmung und/oder Stellungnahme der Kommune und/oder der unteren Denkmalbehörde (gem. § 9 DschutzG) voraus.

Während früher nur die denkmalbedingten Mehrkosten einer Baumaßnahme zuschussfähig waren, können nun die Gesamtkosten des Umbaus für die Förderung zugrunde gelegt werden. Der Baubeginn darf erst nach Erteilung der Förderzusage erfolgen.
Nähere Auskünfte erteilen die Mitarbeiter des Amtes für Wohnungswesen unter den Rufnummern 02271-8346-50 bis 52.

Anhang: Förderkonditionen
A. Förderkonditionen für zu Wohnzwecken genutzte denkmalwerte Gebäude

1. Zielgruppe
Gefördert werden selbst nutzende Eigentümer von Wohnimmobilien (Eigenheim, Eigentumswohnung). Förderbar sind auch Wohnimmobilien mit gemischter Nutzung, d.h. der Eigentümer selbst bewohnt eine Wohnung und es befindet sich weiterer Wohnraum zur Vermietung im Gebäude. Befinden sich auch gewerbliche Räume von untergeordnetem Anteil in dem Gebäude, können auch diese mit gefördert werden.

2. Fördervoraussetzung
Bei der Förderung muss es sich um denkmalgeschützte, denkmalwerte oder städtebaulich und/oder baukulturell wertvolle und erhaltenswerte Wohngebäude handeln. Die Förderung setzt die Zustimmung und/oder Stellungnahme der Kommune und/oder der unteren Denkmalbehörde (gem. § 9 DschutzG) voraus.

3. Förderfähige Maßnahmen
Förderfähig sind alle Baumaßnahmen im und am Wohngebäude einschließlich des privaten Wohnumfelds, die das Wohngebäude erhalten, in Stand setzen und modernisieren. Grundsätzlich sind die energetischen Anforderungen nach der jeweils aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) mit Sonderregelungen für Denkmäler einzuhalten.

4. Art und Höhe der Förderung
Gefördert wird mit Darlehen in Höhe von 85% der förderfähigen Bau- und Baunebenkosten. Der Eigenanteil beträgt 15%. Der Mindestbetrag liegt bei 2.500 , der Darlehenshöchstbetrag von einmalig 80.000 bei selbst genutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen. Bei einem gemischt genutzten Wohngebäude, in dem der Eigentümer oder die Eigentümerin eine Wohnung selbst bewohnt beträgt die Förderung 80% der anerkannten förderfähigen Bau- und Baunebenkosten mit einem Darlehenshöchstbetrag von einmalig 300.000 .

5. Darlehenskonditionen
Der Zins für das Darlehen beträgt, 0,5% plus 0,5% Verwaltungskostenbeitrag p.a.. Die Tilgung beträgt 4% bei einer zinsverbilligten Darlehenslaufzeit von 10 Jahren.

6. Antrags- und Bewilligungsverfahren
Die Fördermaßnahmen werden bei den Bewilligungsbehörden für die Wohnraumförderung beantragt. Für den Rhein-Erft-Kreis ist hier das Wohnungsamt der Kreisverwaltung in Bergheim zuständig. Dieses erteilt die Förderzusagen. Danach wird ein Darlehensvertrag mit der NRW.BANK geschlossen, die die Darlehen besichert.