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Landrat Michael Kreuzberg spricht auf Kommunalpolitischem Forum des Handwerks

06.09.16 17:40 Uhr
Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft laden Politik und Wirtschaft zum Austausch nach Bedburg
Landrat Michael Kreuzberg spricht beim Kommunalpolitischen Forum des Handwerks Rhein-Erft, © Rhein-Erft-Kreis
v.l.n.r.: Helmut Klein, Hans Peter Wollseifer, Michael Kreuzberg, Martina Engels-Bremer, Sascha Solbach, Dr. Ortwin Weltrich.
Landrat Michael Kreuzberg spricht beim Kommunalpolitischen Forum des Handwerks Rhein-Erft, © Rhein-Erft-Kreis
In den alten Gemäuern von Schloss Bedburg kamen am Montagabend die Spitzen des Handwerks und der Kommunalpolitik zusammen, um sich vor etwa 100 geladenen Gästen über Lage und Zukunft des Handwerks an Rhein und Erft auszutauschen.

Die Handwerkskammer zu Köln führt in den Städten und Kreisen ihres Kammerbezirks regelmäßig "Kommunalpolitische Foren" in Kooperation mit den örtlichen Kreishandwerkerschaften durch. In diesem Jahr war der Rhein-Erft-Kreis Veranstaltungsort.

Nach drei Jahren im Amt war es das erste Kommunalpolitische Forum, an dem Michael Kreuzberg als Landrat teilnahm. In seinem Vortrag dankte er der Kreishandwerkerschaft sowie der Spitze der Handwerkskammer zu Köln um Präsident Hans Peter Wollseifer, gleichzeitig Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, und Hauptgeschäftsführer Dr. Ortwin Weltrich für die enge Zusammenarbeit mit dem Kreis.

In seiner Rede betonte der Landrat, dass nur "ein starkes Handwerk den großen In-dustrien im Kreis die Unterhaltung ihrer Produktionsstandorte erlaubt". Die über 5.000 Betriebe mit ihren rund 30.000 Beschäftigten, davon über 1.700 Auszubildende, sind "das Fundament der Wirtschaftskraft im Rhein-Erft-Kreis". Der Landrat betonte, dass es im Interesse der öffentlichen Auftraggeber sei, das örtliche Handwerk bei Einhaltung der rechtlichen Vergabebestimmungen mit Bauleistungen zu beauftragen. So vergibt der Rhein-Erft-Kreis derzeit knapp über 80% seiner Bauleistungen freihändig und stärkt damit die lokale Wirtschaft.

An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben den bereits Genannten auch der Bedburger Bürgermeister Sascha Solbach, Kreishandwerksmeister Helmut Klein und Martina Engels-Bremer als Geschäftsführerin eines Elektrobetriebes in Wesseling teil.

Mit Blick auf die Entwicklung der kommenden Jahre herrschte große Einigkeit zwischen Handwerk und Politik, dass der zielgerichtete Ausbau und Erhalt der Infrastruktur entscheidend für den Wirtschaftsstandort Rhein-Erft sein wird. Zwar betonte Herr Wollseifer die "aktuell gute Auftragslage" des Handwerks. Doch gleichzeitig wies Herr Dr. Weltrich mit Blick auf den Mangel an Gewerbeflächen und das überlastete Straßennetz auf die Notwendigkeit hin, frühzeitig die notwendigen planerischen bzw. baulichen Maßnahmen zu ergreifen. Auch der Ausbau der Breitbandnetze jenseits einer Bandbreite von 50 Mbit sei für viele Betriebe von größter Bedeutung.

Landrat Kreuzberg sagte zu, seitens des Kreises die Initiative zur Erstellung eines räumlichen Kreisentwicklungskonzeptes weiter voranzutreiben. Auch wenn die Ausweisung von Gewerbeflächen Aufgabe der kreisangehörigen Kommunen sei, "steht der Kreis angesichts der restriktiven Flächenpolitik des Landes zur Verfügung, um die Einzelinteressen der Kommunen zu moderieren und mittels kreisweit abgestimmter Planungskonzepte die Chancen auf Ausweisung neuer Gewerbeflächen deutlich zu erhöhen."