Aktuelles - Interkommunale Zusammenarbeit im Kfz-Zulassungswesen


Sie sind hier: Startseite > Themenbereich > Aktuelles > Meldung
Lesehilfen:lineare Seitendarstellung mehrspaltige Seitendarstellung Schriftgrad erhoehen Schriftgrad verkleinern

Interkommunale Zusammenarbeit im Kfz-Zulassungswesen

20.05.14 11:29 Uhr
Landrat Michael Kreuzberg und Stadtdirektor Guido Kahlen starteten Projekt
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
Landrat Michael Kreuzberg mit Stadtdirektor Guido Kahlen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Köln sowie des Rhein-Erft-Kreises
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

In den Räumen der Zulassungsstelle in Hürth, Rhein-Erft-Kreis, wurde am 19.05.2014 eine besondere Verwaltungskooperation "besiegelt". Stadtdirektor Guido Kahlen und Landrat Michael Kreuzberg klebten symbolisch die ersten Siegel auf die Kennzeichen der jeweils "anderen Behörde".

Zur Erweiterung des Bürgerservices im Bereich des Kfz-Zulassungswesens wird den Bürgerinnen und Bürgern des Rhein-Erft-Kreises und der Stadt Köln (nicht für juristische Personen, wie z.B. GmbH oder AG und nicht für Autohäuser und Kfz-Zulassungsdienste) ab dem 23.05.2014 die Möglichkeit eröffnet, unabhängig von Ihrem Wohnsitz, ein Kraftfahrzeug in einer beliebigen Zulassungsstelle der Stadt Köln oder des Rhein-Erft-Kreises zuzulassen.

"Diese Kooperation ist ein hervorragendes Beispiel für Bürgernähe von zwei großen Kommunalverwaltungen. Die Bürgerinnen und Bürger aus dem Rhein-Erft-Kreis und der Stadt Köln haben nun die Wahl, wo sie ihre Fahrzeuge zulassen. Das schafft eine große Flexibilität", so Landrat Michael Kreuzberg.

"Wir machen damit die Wege für den Bürger deutlich kürzer. Pendlerinnen und Pendler können jetzt völlig problemlos entweder an ihrem Wohn- oder am Arbeitsort, z.B. auch in der Mittagspause, ihren Wagen u.a. an- oder abmelden. Die Menschen sind mobiler als früher. Diese Kooperation ist beispielgebend dafür, wie Verwaltungen sich mit ihrem Service auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, die nicht an der Stadtgrenze enden, einstellen können", betont Stadtdirektor Guido Kahlen.

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen den beiden Behörden sollen zunächst ausschließlich "private" Kunden (nicht für juristische Personen, wie z.B. GmbH oder AG und nicht für Autohäuser und Kfz-Zulassungsdienste) die Möglichkeit haben, ihre Fahrzeuge montags bis freitags im jeweils anderen Zulassungsbezirk zuzulassen.

Seit Ende 2011 arbeitet ein gemeinsames Projektteam bestehend aus MitarbeiterInnen der Stadt Köln und dem Rhein-Erft-Kreis an der Realisierung der sogenannten "Erweiterten Zuständigkeit in der Kfz-Zulassung". Das wesentlich größere Serviceangebot im Zulassungswesen soll insbesondere den Pendlerinnen und Pendlern aus den angrenzenden Kommunen zugutekommen.

Ziel der vereinbarten Kooperation ist neben einer Steigerung des Bürgerservices insbesondere auch eine Qualitätssteigerung in der Aufgabenerledigung. Auch wenn die Kfz-Zulassung bundeseinheitlich geregelt ist, mussten die Geschäftsprozesse beider Zulassungsstellen standardisiert und sichere Schnittstellen zwischen den eingesetzten IT-Fachverfahren realisiert werden.

Das Kooperationsprojekt soll als Vorbild für die Zusammenarbeit weiterer Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen dienen. Obwohl es zunächst in der Kfz-Zulassung zwischen dem Rhein-Erft-Kreis und der Stadt Köln bilateral durchgeführt wird, wurde bereits in der Vorbereitung das Ziel verfolgt, die im Tagesgeschäft notwendigen Schritte so allgemeingültig und variabel verwendbar auszugestalten, dass das Ergebnis in Form einer Blaupause auch für andere Kommunen Anwendung finden kann.

So wurde das Projekt auch innerhalb der Initiative "Erprobungsraum Rheinland" unter dem Themenschwerpunkt "Mobile und vernetzte Verwaltung" aufgenommen und innerhalb der Region vorgestellt.