Landrat begrüßt das Innovationsprogramm für das Rheinische Revier
Die Landesregierung NRW hat für das Rheinische Braunkohlenrevier und damit für den Rhein-Erft-Kreis, Kreis Düren und Rhein-Kreis-Neuss, ein Innovationsprogramm zur weiteren Raumentwicklung beschlossen und die IHK Aachen mit der Projektführung beauftragt.
Ziel des Programms ist, eine soziale, ökonomische und ökologische Weiterentwicklung des Raumes parallel zum langfristig genehmigten Braunkohlenabbau (Tagebaue Inden, Hambach, Gatzweiler) einzuleiten und damit auch einen nachhaltigen Umbau der Wirtschaftsstruktur zu erreichen.
Landrat Werner Stump, Vorsitzender des Projektausschusses der "Regionale 2010" und künftiger Vorsitzender des "Regio Köln/Bonn e.V." (28.03.2011) begrüßt den Kabinettbeschluss. Dieser Beschluss baut auf der guten regionalen Zusammenarbeit auf, so u.a. auch auf dem Projekt ":terra nova", ein Projekt der Regionale 2010.
Werner Stump wird fünf Projektschwerpunkte vorschlagen:
- Gestaltung einer "Wissensregion" mit den Hochschulen aus dem Raum Köln/Bonn/Aachen/Düsseldorf unter Einbeziehung des Forschungszentrums in Jülich (Grundlagenforschung) und dem Luft- und Raumfahrtzentrum in Köln-Porz (Anwendungsforschung)
- Gestaltung einer großen "Gesundheitsregion" zusammen mit der Gesundheitsregion "Raum Aachen" und der Gesundheitsregion "Raum Köln", hier basierend auf dem Unternehmenscluster "Health Region Cologne/Bonn e.V." und hin zu einem eigenen "Leitbild Gesundheit an Rhein und Erft".
- Fortentwicklung des Gemeinschaftsprojektes ":terra nova" als Technik- und Innovationszentrum für Zukunftsenergien im Raum Bergheim/Bedburg/Elsdorf unter Einbeziehung der Themen aus der Wissens- und Gesundheitsregion (siehe 1. und 2.) und zugleich hinführend zu einer Patentschmiede zukunftsträchtiger Produkte.
- Vernetzung der Bildungs- und Qualifizierungsangebote im linksrheinischen Raum als Grundlage für die Schaffung eines Marktes mit hoch qualifizierten Arbeitskräften.
- Entwicklung einer Kultur- und Naturlandschaft rund um den Tagebau Hambach und Außenhalde "Sophienhöhe", wie auch einer Freizeitlandschaft für Sportarten, geeignet für alle Jahreszeiten.
Landrat Werner Stump ist bereits seit geraumer Zeit unterwegs, um die umliegenden Kreise zur Zusammenarbeit zu bewegen. Zuletzt lud er den Kreis Düren zu einem Spitzengespräch auf Schloss Paffendorf ein und am morgigen Dienstag findet das Zusammentreffen der Kreisspitzen mit denen des Rhein-Kreises Neuss auf der Museumsinsel Hombroich statt.
Die Federführung für das Revier-Projekt liegt bei der IHK Aachen. Auch hier hat der Landrat bereits das Gespräch mit der Kammer aufgenommen. Das Revier-Projekt soll künftig von einer Geschäftsstelle gelenkt und geleitet werden. Ab dem Jahr 2012 will das Land diese Geschäftsstelle mit jährlich 500.000 Euro mitfinanzieren.
"Die Regionale 2010 hat uns gezeigt, dass es zu einer regionalen Zusammenarbeit keine Alternative gibt. Seit Beginn meiner Amtszeit im Jahr 1999 bekunde ich meine persönliche Zielsetzung immer wieder unter der Losung "Starker Kreis in einer starken Region". Heute sieht man, der Kurs ist geradeaus, richtig und zielführend. Ich freue mich auf die weiteren erfolgreichen Etappen hin zu einer zukunftsträchtigen Region, der "Metropolregion Rheinland", so Landrat Werner Stump.
