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Landrat Michael Kreuzberg begrüßt zur Informations- und Diskussionsveranstaltung "Die Europäische Energieunion aus regionaler Sicht" auf Schloss Paffendorf

20.09.16 08:44 Uhr
Vergangenen Montag haben der Rhein-Erft-Kreis und der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit dem Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein und RWE Power AG im traditionsreichen Schloss Paffendorf eine Konferenz mit dem Thema „Die Europäische Energieunion aus regionaler Sicht“ ausgerichtet.
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Am 04.02.2016 gab die Europäische Union den Startschuss für eine EU-weite Debatte über die Energieunion. Beide Kreise sind als Energiestandort mit ihren Braunkohlekraftwerken im besonderen Maße von der Energiewende betroffen. Vor diesem Hintergrund wurden Fragen zur Zielsetzung, Planung und Umsetzung der Europäischen Union, der Bundesregierung und des Landes Nordrhein-Westfalen im Hinblick auf die EU-Energieunion, der Auswirkungen der EU-Energieunion auf die zukünftige Energieversorgung, den Klimaschutz, die Wirtschaft aber auch auf die Bürgerinnen und Bürger in unserer Region diskutiert, ebenso die Frage wie der notwendige Strukturwandel in den kommenden Jahren wirtschaftlich, finanziell und sozial bewältigt werden und welche Unterstützung es seitens der EU und der Regierungsebenen geben werden kann.

Landrat Michael Kreuzberg eröffnete die Veranstaltung und begrüßte Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky und Frau Stefanie Hiesinger von der Europäischen Kommission, die Referenten sowie die etwa 70 nationalen und internationalen Gäste.

Er betonte in seinem Grußwort dass der Übergang zu einer dauerhaft CO2-ärmeren Gesellschaft -der ökologische Nutzen des Kohleausstiegs läge auf der Hand- das Rheinische Revier vor große Herausforderungen stelle. Zur Gestaltung des energiepolitischen Strukturwandels werde es darauf ankommen, die Kompetenzen der Energiewirtschaft weiterzuentwickeln und zu diversifizieren.

Dieser Prozess habe bereits begonnen und neue innovative Branchen etablieren sich an Rhein und Erft.

„Angesichts des enormen Ausmaßes des Strukturwandels müssen die betroffenen Kommunen und Kreise kooperieren und über den Tellerrand hinaus sehen. Schon frühzeitig haben sich Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung in der „Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH“ (IRR) zusammengeschlossen, um den Wandel vorausschauend zu gestalten“ so Landrat Michael Kreuzberg. Als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der IRR unterstützt er die Ausrichtung der Aktivitäten der IRR an den Stärken der Region.

Landrat Michael Kreuzberg nutzte gestern die Gelegenheit an den Bundeswirtschaftsminister und die Europäische Kommission zu appellieren „das Bedürfnis und die Notwendigkeit der Menschen im Rheinischen Revier zu arbeiten und sich und ihre Familien zu ernähren, bei den Entscheidungen zu berücksichtigen“.

Es schlossen sich Vorträge über die Auswirkungen der Europäischen Energieunion auf NRW und das Rheinische Revier von Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky und über den Stand der Umsetzung der EU-Energieunion und der Reform des Europäischen Emissionshandelssystems von Frau Stefanie Hiesinger, Europäische Kommission, Generaldirektion Klimapolitik, an.

Nach der Begrüßung durch Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat Rhein-Kreis Neuss, referierten Herr Michael Eyll-Vetter, Leiter Sparte Tagebauentwicklung RWE power AG, Herr Kazimierz Szynol, Direktor der TAURON Produktion AG, Kattowitz, sowie Herr Krzysztof Cybulski, Direktor des Zentralinstituts für Bergbau, Mikolów. Die anschließende Diskussion erfreute sich reger Beteiligung.

Nachmittags folgte die Besichtigung des BoA-Kraftwerks in Grevenbroich-Neurath. Die Veranstalter resümieren eine informative und erfolgreiche Veranstaltung.