Aktuelles - Gesundheitsbranche diskutierte mit Landrat Michael Kreuzberg über die Chancen des demografischen Wandels beim 1. Wirtschaftstreff "Gesundheit"


Sie sind hier: Startseite > Themenbereich > Aktuelles > Meldung
Lesehilfen:lineare Seitendarstellung mehrspaltige Seitendarstellung Schriftgrad erhoehen Schriftgrad verkleinern

Gesundheitsbranche diskutierte mit Landrat Michael Kreuzberg über die Chancen des demografischen Wandels beim 1. Wirtschaftstreff "Gesundheit"

07.05.14 08:52 Uhr
Landrat Michael Kreuzberg hatte zahlreiche Fachleute der Gesundheitswirtschaft, der Sozialverbände und Vertreter aus Politik und Wirtschaft in das Pulheimer Walzwerk eingeladen, um über die Chancen des demografischen Wandels in der Gesundheitswirtschaft zu informieren und zu diskutieren.
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
(v.l.n.r.) Frank Keppeler, Bürgermeister Stadt Pulheim, Werner Stump, Vorstandvorsitzender Gesundheitswirtschaft KölnBonn e.V., Prof. Dr. Goetzke, Geschäftsführer Gesundheitswirtschaft KölnBonn e.V., Landrat Michael Kreuzberg
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Die Veranstaltung im Walzwerk war der Auftakt zu einer losen Reihe von Wirtschaftstreffs, die Kreuzberg künftig zu verschiedensten gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Themen initiieren wird.

Rund 50 Experten hatten sich in den Räumen der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM TEC) im Walzwerk eingefunden und zeigten sich beeindruckt vom Impulsreferat von Prof. Dr. Wolfang Götzke, einem ausgewiesenen Fachmann der Gesundheitswirtschaft und Netzwerker in der Region, der mit dem Titel "Demografischer Wandel als Innovationschance für die Gesundheitsregion Köln/Bonn/Rhein-Erft-Kreis – Was ist zu tun?" aufzeigte, welch große Innovationskraft in der Gesundheitswirtschaft steckt.

In seiner Begrüßung hob Michael Kreuzberg die herausragende Rolle der Gesundheitswirtschaft hervor.

"Die wachsende Gesundheitswirtschaft hat für die Region und den Rhein-Erft-Kreis eine große Bedeutung. Die damit einhergehenden Herausforderungen, aber auch Entwicklungschancen dürfen nicht am Rhein-Erft-Kreis vorbeigehen", so Landrat Michael Kreuzberg.

Ein kurzes Grußwort hielt auch Landrat a.D., Werner Stump, Vorstandsvorsitzender der Gesundheitsregion Köln/Bonn.

Im Anschluss daran leitete Prof. Dr. Goetzke, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gesundheitsregion Köln/Bonn, in sein Referat zum Thema ein.

Bekannt ist, dass die Zukunft der Gesundheitswirtschaft von verschiedenen Einflüssen geprägt wird – einer der wichtigsten ist allerdings der demografische Wandel. Er bewirkt unter anderem, dass die Zahl und der Teil Älterer in der Bevölkerung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stark zunehmen werden.

Diese Verschiebung bringt eine wachsende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen mit sich, aber auch zunehmende Multimorbidität und die Zunahme chronischer Erkrankungen. Das führt in Kombination mit dem medizinisch-technischen Fortschritt und einer auch weltweit wachsenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen zu einem expandierenden Gesundheitswesen.

"Dieser politische und ökonomische Strukturwandel stellt Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kur- und Reha-Kliniken oder Pflegeheime vor außerordentliche Herausforderungen. Die wachsende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen eröffnet allerdings auch eine Vielzahl von Chancen und neue Geschäftsfelder", so Prof. Dr. Goetzke.

In diesen Feldern könnten beispielsweise Bereiche wie Unterstützungs- und Assistenz-systeme gehören, die das Wohnen im Alter erleichtern. Denn sicherlich wird es immer mehr ältere Menschen geben, die so lange wie möglich im eigenen häuslichen Umfeld wohnen möchten. Damit wird zum Beispiel der Bereich der elektronischen Betreuung, Überwachung und der Kommunikation immer wichtiger werden.

Doch zunächst sollte die Richtung sein, dass Unternehmen und alle Akteure, die selber Einfluss ausüben können, aktiv bei der Sicherung von Fachkräften und die damit verbundene Aktivität zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur betrieblichen Gesundheitsförderung oder alle Aktivitäten, die das stärkere lokale Engagement aller Akteure zur besseren Vernetzung erfordern, verstärkt mitwirken.