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Gesundheitsamt erinnert an Welt-Aids-Tag

27.11.15 09:55 Uhr
Der Welt-Aids-Tag am 01. Dezember wurde erstmalig 1988 von der WHO ausgerufen und gehört seit 1996 zum ständigen Programm der UNAIDS, einer Unterorganisation der UNO.

Alle mit dem Thema befassten Einrichtungen nutzen den 01. Dezember seitdem zu Aufklärungskampagnen, um global auf das Schicksal von HIV-Infizierten und an AIDS erkrankten Menschen hinzuweisen und Vorurteile bzw. Ängste in der Bevölkerung abzubauen.

Denn auch 28 Jahre nach dem 1. Welt-Aids-Tag erfahren die Betroffenen immer noch Diskriminierung und Stigmatisierung! Nach einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts leben in Deutschland zurzeit etwa 83.000 Menschen mit einer HIV-Infektion.

Dank moderner Medikamente haben die meisten von ihnen eine fast normale Lebenserwartung. Beruf und Freizeit können gestaltet werden, wie bei jeder/m anderen auch – zumindest theoretisch. Praktisch gestaltet sich das Zusammenleben oft komplizierter, wenn im näheren Umfeld immer noch die unbegründete Angst vor einer Ansteckung existiert.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat daher die Kampagne "Positiv zusammen leben" ins Leben gerufen und möchte damit zu mehr Gelassenheit im Umgang mit HIV-Positiven aufrufen. "Dürfte Dein Kind mit einem HIV-Positiven Kind spielen" oder "Was macht Ihr, wenn Euer Stürmer HIV hat" wird zum Beispiel auf Plakaten und Postkarten gefragt und gleichzeitig erklärt, warum es auf dem Spiel- oder Sportplatz kein Ansteckungsrisiko gibt. So soll die unbegründete Angst vor einer HIV-Übertragung thematisiert und Respekt wie auch Normalität im Umgang mit HIV-positiven Menschen gefördert werden.

Dr. Franz-Josef Schuba, Leiter des Gesundheitsamtes, weist darauf hin, dass es leider immer noch zu viele Menschen gebe, die nichts von ihrer Infizierung wissen und somit weitere Personen unbewusst anstecken könnten. Darüber hinaus gelte der Grundsatz: Je früher mit einer Therapie begonnen wird, desto größer sind die Chancen auf ein langes Leben trotz einer HIV-Infektion.

Laut Robert-Koch-Institut leben in Deutschland etwa 13.000 Menschen, die von ihrer HIV-Infektion keine Ahnung hätten. Das Benutzen eines Kondoms sei daher nicht nur eine gute Verhütungsmethode, sondern immer noch der sicherste Weg, sich vor einer Infektion zu schützen.

Die AIDS-Beratungsstelle des Gesundheitsamtes bietet einen kostenlosen, anonymen und freiwilligen HIV-Test an. Darüber hinaus wird jeden Dienstag eine offene Sprechstunde zwischen 9 – 11 Uhr angeboten. Eine vorherige Terminabsprache ist empfehlenswert. Weitere Infos gibt es im Gesundheitsamt Rhein-Erft-Kreis, Telefon 02271/83–4350.