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Gefahr durch freilaufende Hunde

30.03.11 11:46 Uhr
Brut- und Setzzeit des heimischen Wildes beginnt

In der Vergangenheit haben sich die Meldungen über von Hunden gerissenes Rehwild gehäuft. Landrat Stump appelliert daher an alle Hundehalter, ihre Vierbeiner angeleint spazieren zu führen.

Ab spätestens April verwandeln sich zudem Feld und Wald in eine große Kinderstube. Junge Hasen, Rehkitze und Vogelküken sind in dieser Zeit noch häufiger Opfer wildernder Haustiere. Witterung oder Anblick flüchtender Wildtiere lassen den genetisch veranlagten Jagdtrieb jedes Hundes schnell erwachen. Viele der heutigen Familienhunde stammen zudem von Jagdhundrassen wie Terrier oder Retriever ab.

Hunde sollten daher in der Brut- und Setzzeit grundsätzlich nur dann von der Leine, wenn sie im Einflussbereich des Menschen bleiben. Falls sich der Jagdinstinkt des Hundes nicht kontrollieren lässt, hat der tierische Nachwuchs kaum eine Chance und stirbt meist qualvoll.

Wenn junge Wildtiere zufällig durch den eigenen Hund aufgestöbert werden, sollte man sie keinesfalls anfassen, sondern sich schnellstmöglich entfernen. Die Muttertiere von Rehkitz und Junghase lassen ihren Nachwuchs den größten Teil des Tages allein. Durch Anfassen der Jungen überträgt sich jedoch der menschliche Geruch, der für die Muttertiere abschreckend wirkt.

Gemäß Landesjagdgesetz ist das unbeaufsichtigte Laufenlassen von Hunden eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem empfindlichen Bußgeld geahndet wird. Bei Rückfragen steht Ihnen die Untere Jagdbehörde gerne unter der Rufnummer 02271/83-3286 oder 02271/83-3285 zur Verfügung.