Aktuelles - Fachtagung "Berufliche Orientierungen und Übergangsprozesse Jugendlicher im Rhein-Erft-Kreis"


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Fachtagung "Berufliche Orientierungen und Übergangsprozesse Jugendlicher im Rhein-Erft-Kreis"

28.04.11 12:27 Uhr
Über 100 fachkundige Personen folgten der Einladung, sich im Rahmen der Fachtagung "Berufliche Orientierungen und Übergangsprozesse Jugendlicher im Rhein-Erft-Kreis" im Bergheimer Kreishaus zum Themenfeld der Berufswahlorientierung am 05.04.2011 zu informieren und auszutauschen.

Zahlreiche Vertreter von Schulen, Kammern, Bildungsträgern, Kommunen, politischen Gremien und vieler anderer Institutionen zeigten großes Interesse an der aktuellen Situation junger Menschen im Rhein-Erft-Kreis im Kontext ihrer Berufswahlorientierung.

In drei kurzen Vorträgen skizzierten zunächst die regionalen Kooperationspartner aus ihrer Sicht die aktuelle Situation im Rhein-Erft-Kreis. So stellte Dezernent Anton-Josef Cremer hier als ein besonders wichtiges Ziel heraus, grundsätzlich alle Jugendlichen im Rhein-Erft-Kreis möglichst frühzeitig im Prozess der Berufsorientierung zu erreichen und unterstützende Maßnahmen eng mit den Schulen abzustimmen.

Frau Schulamtsdirektorin Hedwig Imhoff griff in diesem Zusammenhang auf, dass die mit unterstützenden Projekten und Maßnahmen erzielten Ergebnisse ihre unbedingte Fortentwicklung und Weiterbehandlung in den Schulen selbst - innerhalb der dort verankerten Berufsorientierungskonzepten - erfahren müssten.

Nicht zuletzt hob Frau Roswitha Stock, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Brühl, hervor, auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel keinen der jungen Menschen im Rhein-Erft-Kreis in seinem Entwicklungsprozess im Übergangsgeschehen verlieren zu wollen.

Im Fokus der Veranstaltung stand aber insbesondere ein weiterer Kooperationspartner, die Westfälische Wilhelms-Universität zu Münster. Die Betrachtung des Potentialchecks als ein Instrument der Berufsorientierung im Rhein-Erft-Kreis sowie die Orientierungs- und Übergangsprozesse junger Menschen im allgemeinen sind zentrale Untersuchungsgegenstände einer wissenschaftlichen Längsschnittstudie, die im Jahr 2009 an die Universität Münster in Auftrag gegeben wurde. Über insgesamt 4 Jahre wird nahezu ein kompletter Schuljahrgang aller Schulformen im Rhein-Erft-Kreis sechs mal zu seinem Berufsorientierungsprozess und Berufswahlverhalten befragt.

Im Rahmen der Fachveranstaltung präsentierten renommierte Fachleute der Universität Münster die ersten Zwischenergebnisse. Unter Moderation der Ansprechpartner der Westfälischen Wilhelms-Universität wurden die Themenfelder "Instrumente der schulischen Berufsorientierung", "Berufsorientierung Jugendlicher mit Zuwanderungsgeschichte" sowie die Fragestellung "Schulische Karriere statt berufliche Ausbildung?" in Workshops rege diskutiert.

Internetseite zur Berufsorientierung

Das Thema der Berufsorientierung im Rhein-Erft-Kreis nimmt im Bewusstsein der Gesellschaft im allgemeinen und bei Schülern, Eltern, Lehrern und den künftigen Arbeitgebern im besonderen einen großen Stellenwert ein.

Potentialcheck, wissenschaftliche Längsschnittstudie, das Landesprojekt "Ein-Topf", diverse Kooperationen zur Unterstützung der Berufswahlorientierung junger Menschen im Rhein-Erft-Kreis, die mittlerweile zahlreichen Projekte und Aktivitäten, die der Rhein-Erft-Kreis gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern, insbesondere der unteren staatlichen Schulaufsicht, der Agentur für Arbeit, aber auch der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der Kreisstadt Bergheim und nicht zuletzt der Kreishandwerkerschaft und den Wohlfahrtsverbänden initiiert, organisiert und umsetzt, war Grundlage dafür, zum Themenkomplex Berufswahlorientierung im Rhein-Erft-Kreis eine eigene Internetplattform zu schaffen.

Unter der Adresse www.berufsorientierung-rek.de können Interessierte sich schon aktuell über diese Aktivitäten informieren.