Der Zahnärztliche Dienst des Rhein-Erft-Kreises propagiert die "zuckerfreie KiTa"
Für Kinder sind besondere Kinderprodukte das absolute Muss. So die Werbung.
· Stimmen die vielen Werbeslogans mit dem extra Plus für unsere Gesundheit?
· Fördern spezielle Getränke und Pausensnacks unser Wohlbefinden?
Die von der Werbung viel gepriesenen Zwischenmahlzeiten und Getränke enthalten tatsächlich Mineralstoffe, Vitamine, Milch usw., aber sie bestehen überwiegend aus Zucker, enthalten oft sehr viel Fett und die Vitalstoffe sind nur in kaum nennenswerter Menge vorhanden, kurz, sie sind nichts anderes als Süßigkeiten.
Und der Zucker ist nicht nur für unsere Zähne schädlich. Der zu häufige Verzehr von Süßigkeiten und gesüßten Getränken führt bekanntermaßen schnell zu Übergewicht. Aber auch nicht so offensichtliche gesundheitliche Probleme werden zunehmend, insbesondere auch bei Kindern beobachtet. Da gibt es den "Zappelphilipp", das unkonzentrierte, lustlose Kind oder die kleinen "Schlafmützen" und auch die Kinder, die extrem "mäkelig" sind und nicht essen wollen: Sie sind satt von gesüßten Getränken und kleinen Kindersnacks zwischendurch. Ihr Körper erhält dabei jedoch viel zu wenig notwenige Vitalstoffe, ist also mangelernährt. Und diese mangelhafte Ernährung wirkt sich natürlich negativ auf die Entwicklung des Kindes aus.
Eß- und Trinkverhalten werden hauptsächlich in der Familie geprägt.
Aber natürlich müssen gesunde Ernährungsgewohnheiten auch in KiTas und Schulen vermittelt werden. Und genau hier setzt der zahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes des Rhein-Erft-Kreises an.
Vier Zahnärztinnen und vier Prophylaxeberaterinnen des zahnärztlichen Dienstes des Rhein-Erft-Kreises betreuten im Schuljahr 2010/2011 regelmäßig ca. 35.000 Kinder mit ihren Eltern in 256 Kindertagesstätten, 79 Grundschulen, 14 Hauptschulen und 18 Förderschulen.
"Der Rhein-Erft-Kreis geht mit der Aktion "Zuckerfreie KiTa" im Bereich der Gesundheitsförderung mit gutem Beispiel voran. Hier werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes frühzeitig präventiv tätig. Die Zahl der Kinder, die wir erreichen, ist beachtlich", so Anton-Josef Cremer, Dezernent für Schule, Gesundheit und Soziales des Rhein-Erft-Kreises.
KiTa und Schule sind optimale Standorte zur Förderung der (Zahn-)Gesundheit.
Hier werden in Gruppen alle Kinder erreicht. Gruppenprophylaxe nutzt den positiven Einfluss der Gruppen-/Klassengemeinschaft für angestrebte Verhaltensnormen.
In Zusammenarbeit mit Erziehern und Lehrern können Präventionsmaßnahmen ergriffen und im Alltag gelebt werden.
Der Zahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes im REK propagiert seit einigen Jahren als Basis-Modul (Netzwerk Kindergesundheit) "die zuckerfreie KiTa".
Vormittags ist die KiTa naschfreie Zone, es gibt frisches Obst und Gemüserohkost (Kautraining für die Zähne), Getränke ohne Zucker (Wasser, Tee) und ein belegtes (Power-)Brot.
Süßigkeiten, süße Getränke, süße Brotaufstriche und "Kinderlebensmittel" gibt es in der KiTa nur zu ganz besonderen Anlässen.
Unsere Kinder sollen lernen
· "Wasser ist der beste Durstlöscher"
· "eine Zuckerpause tut dem Körper gut"
· "Süßigkeiten schmecken gut, - aber sind keine lebensnotwendigen Nahrungsmittel"
Gesundes Eß- und Trinkverhalten ist eine gute Basis für Wohlbefinden und geistige und körperliche Fitness.
