Bunkerfund auf dem Gelände des künftigen Energie-Kompetenz-Zentrums
Es handelt sich hierbei um Luftschutzräume mit einer Größe von ca. 100 m², unterteilt in 10 Räume. Diese Bunkeranlage war nirgends aktenkundig, sodass der Fund eine Überraschung darstellte.
Dieser Fund ist für den Rhein-Erft-Kreis durchaus brisant, denn einerseits kommt es zu einer Bauverzögerung bei der Errichtung des Energie-Kompetenz-Zentrums, andererseits wird die Beseitigung der Anlage mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, deren Höhe noch nicht feststeht. Hinzu kommt, dass das Energie-Kompetenz-Zentrum aus Mitteln des Konjunkturpaketes II errichtet wird und daher bis zum 31.12.2011 fertiggestellt werden muss.
"Es wird schwieriger und es wird teurer", so Baudezernent Martin Vogel zu den anwesenden Journalisten vor Ort.
Er ist jedoch zuversichtlich, die durch den Bunkerfund eingetroffene Verzögerung wieder aufholen zu können. Die Baukosten für die Errichtung des Energie-Kompetenz-Zentrums werden sich auf voraussichtlich 2,7 Mio. Euro belaufen.
Die Errichtung des eigentlichen Energie-Kompetenz-Zentrums ist nicht in Gefahr, da die Bunkeranlage lediglich im Zufahrtsweg liegt. Daher kann mit die Errichtung des Gebäudes unabhängig vom denkmalrechtlichen Umgang mit der Bunkeranlage weiter voran gegangen werden. Dezernent Martin Vogel geht jedoch davon aus, dass die Denkmalbehörde einem Abriss zustimmen wird.
Kerpen-Horrem war im zweiten Weltkrieg aufgrund der Lage sogenanntes Bombenabwurfgebiet bei Luftangriffen der Alliierten. Horrem war damals schon ein zentraler Bahnknotenpunkt mit der Bahnlinie Köln-Aachen und verfügte zudem über Industrieansiedlungen.
