Aktuelles - Berufsfelderkundung auf den Weg gebracht - Rhein-Erft-Kreis bietet Service für Unternehmen und Schulen an


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Berufsfelderkundung auf den Weg gebracht - Rhein-Erft-Kreis bietet Service für Unternehmen und Schulen an

21.09.15 12:14 Uhr
Pressegespräch Berufsfelderkundung am 17.09.2015
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
v.l.n.r.: Frau Haushälter-Kettner, Frau Janson, Frau Fremerey, Frau Rivault, Dr. Weltrich, Landrat Michael Kreuzberg, Frau Schuy, Herr Berghausen, Herr Cremer
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Schulen und Unternehmen im Rhein-Erft-Kreis stehen vor einer großen Herausforderung: im Rahmen der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf in NRW" sollen alle Jugendlichen in der Klasse 8 an drei Tagen Einblicke in die berufliche Praxis erhalten. Im laufenden Schuljahr betrifft dies rund 3.400 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, im kommenden Schuljahr werden voraussichtlich alle 4.500 Jugendliche der Jahrgangsstufe 8 dabei sein.

Wie kann es nun gelingen, im Rhein-Erft-Kreis rund 10.000 Plätze für Berufsfelderkundungen zur Verfügung zu stellen? Das war die zentrale Frage beim Pressegespräch im Kreishaus, zu dem Landrat Michael Kreuzberg prominente Gesprächspartner aus dem Bereich Schule-Beruf eingeladen hatte. Gleich zu Anfang der Diskussionsrunde stellte er fest, dass Berufsfelderkundungen für alle Partner im Kreis Neuland sind. "Diese Herausforderung können wir nur gemeinsam mit allen Akteuren im Kreis meistern!"

Herr Dr. Weltrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Köln, zeigte sich überzeugt davon, dass Berufsfelderkundungen für Betriebe und Unternehmen eine Chance sind, Jugendliche für sich zu gewinnen und somit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Auch Herr Berghausen von der IHK zu Köln zeigte sich optimistisch, dass sich die Herausforderung bewältigen lässt. Dies bestätigte auch Frau Haushälter-Kettner, Schulrätin des Rhein-Erft-Kreises. Viele Schulen verfügen über langjährige gute Kooperationen mit Unternehmen und Betrieben; das kommt ihnen jetzt bei der Organisation von Berufsfelderkundungen zu Gute. Gleichzeitig appellierte sie an die Schülerinnen und Schüler, auch selber aktiv zu werden und sich nach Möglichkeiten zur Berufsfelderkundung umzuschauen.

Berufsfelderkundung – eine Chance für Jugendliche und Unternehmen

Frau Rivault von der Agentur für Arbeit Brühl berichtete über Matchingprobleme bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. Oftmals hätten die Jugendlichen überhaupt keine Vorstellungen davon, was sie konkret im Betrieb oder Unternehmen erwartet. Auf diesem Hintergrund sei die Berufsfelderkundung ein überaus sinnvolles Instrument.

An der Realschule Kerpen gibt es schon erste Erfahrungen mit Berufsfelderkundungen. Im vergangenen Schuljahr hatte Frau Schuy, stellvertretende Konrektorin, über 200 Plätze bei Betrieben und Unternehmen akquiriert und zeigte sich – genau wie ihre Schülerinnen und Schüler – sehr angetan: "Diesen Zugewinn an Erfahrung kann Schule durch theoretischen Unterricht alleine nicht bieten."

Als Service für Schulen und Unternehmen stellt der Rhein-Erft-Kreis die Online-Plattform zur Berufsfelderkundung (www.berufsfelderkundung-rek.de) zur Verfügung. Sie erfüllt zwei wesentliche Funktionen: Zum einen ist sie Informationsplattform und enthält für jedermann frei zugänglich alles Wissenswerte zum Thema Berufsfelderkundung im Rhein-Erft-Kreis. Zum anderen dient sie als Buchungsinstrument: Unternehmen und Betriebe können dort Berufsfelderkundungsplätze anbieten – Schülerinnen und Schüler können diese Plätze verbindlich buchen. Organisatorisch sind wir also schon gut aufgestellt – jetzt gilt es, konkret Berufsfelderkundungsplätze einzuwerben!

Für das laufende Schuljahr haben sich die regionalen Partner auf drei Termine festgelegt, die kreisweit beworben werden: den 26. Januar 2016, den 28. April (gleichzeitig auch Girls Day/Boys Day) und den 5. Juli 2016. Höchste Zeit also, um mit der Akquise von Plätzen zu beginnen!

Landrat Michael Kreuzberg appellierte am Ende des Pressegesprächs an Unternehmen und Betriebe im Rhein-Erft-Kreis, entsprechende Berufsfelderkundungsplätze anzubieten und diese in das Online-Portal einzustellen.