Aktuelles - Bericht über die Lebensmittelüberwachung im Rhein-Erft-Kreis im Jahr 2014


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Bericht über die Lebensmittelüberwachung im Rhein-Erft-Kreis im Jahr 2014

24.02.15 11:53 Uhr
Im Jahr 2014 waren im Rhein-Erft-Kreis insgesamt 3.741 Betriebe ansässig, die der amtlichen Lebensmittel- und Bedarfsgegenständeüberwachung durch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises unterliegen.

Zu diesen Betrieben gehören u.a. landwirtschaftliche Erzeuger, Hersteller, Händler, Importeure sowie Kantinenküchen und die Küchen in der Gastronomie.

Die Betriebe werden unangekündigt in bestimmten Abständen oder aufgrund von Hinweisen durch Verbraucherbeschwerden kontrolliert.

Durch die zuständigen 8 Lebensmittelkontrolleure, 2 Kontrollassistenten und 5 Tierärzte wurden 4.483 Kontrollen durchgeführt. In 1.096 Fällen wurden hierbei Verstöße festgestellt und die anschließende Behebung der Mängel in den Betrieben überwacht. Die Verstöße bezogen sich vor allem auf hygienische oder bauliche Mängel und auf Mängel bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln. Bei besonders schweren Mängeln kommt es regelmäßig zu Bußgeldverfahren oder auch zu kurzfristigen Betriebsschließungen. Der Schwerpunkt der Arbeit der amtlichen Lebensmittelüberwachung im Kreis liegt aber auf der Beratung der Betriebe und der Prävention.

"Es gibt immer einige Wenige, bei denen nur der Weg über das Portemonnaie hilft", so die Leiterin des Amtes, Dr. Birgit Roos-von Danwitz; "wir freuen uns aber auch, wenn das Geld statt in die Bußgeldkasse zu fließen, im Betrieb in gute Hygienemaßnahmen investiert wird."

Außerdem haben die Lebensmittelkontrolleure des Kreises im Jahr 2014 insgesamt 2.652 Proben u.a. von Lebensmitteln und Kosmetika entnommen und den Chemischen und Veterinäruntersuchungsämtern Rheinland und Rhein-Ruhr-Wupper zur Untersuchung übergeben. Die Anzahl der Proben richtet sich nach der Einwohnerzahl des Kreises. Pro 1000 Einwohner sind 5,5 Proben zur Untersuchung zu bringen. Gesucht wird in den Laboren beispielsweise nach krankheitserregenden Keimen und nach Rückständen von Pflanzenschutzmitteln und anderen unerwünschten Stoffen. Auch die Zusammensetzung und Kennzeichnung der Proben wird untersucht. Es wurden 284 der entnommenen Proben beanstandet.

Werden bei Proben gravierende, insbesondere gesundheitsschädliche Mängel festgestellt, kann es geschehen, dass die Vermarktung eines Lebensmittels beschränkt oder sogar untersagt werden muss. Es kann auch Rückrufaktionen geben, wenn eine besondere Gefahr für den Verbraucher droht. Aufgrund der internationalen Warenströme ist dazu die Zusammenarbeit mit den Landesbehörden wichtig, um Informationen z.B. über das RASFF-System (Rapid Alert System for Food and Feed) schnell in andere europäische Länder weiter zu leiten.
Verbraucher haben die Möglichkeit, sich bei RASFF im Internet über bestehende Rückrufaktionen zu informieren(ec.europa.eu/food/safety/rasff).