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10 Jahre Rhein-Erft-Kreis

30.10.13 07:24 Uhr
Aus dem Erftkreis wurde am 01.11.2003 der Rhein-Erft-Kreis
Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
Mitarbeiterin der Kreisverwaltung bei der Umgestaltung der Ortseingangsschilder
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Bild von: Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
MitarbeiterInnen der Kreisverwaltung 2003 bei der Präsentation der Ortsschilder
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Die entscheidende Sitzung des Kreistages fand am 24. Juli 2003 statt, musste dieser doch mit einer dreiviertel Mehrheit der Namensänderung von "Erftkreis" in "Rhein-Erft-Kreis" zustimmen. Und diese Zustimmung war einstimmig. Somit fehlte nur noch die Zustimmung des damaligen Innenministers des Landes NRW, Herrn Dr. Fritz Behrens, die mit Datum vom 23.09.2003 ausgesprochen wurde.

Der damalige Landrat des Erftkreises, Werner Stump, hatte den Prozess der Umbenennung im Jahr 2001 eingeleitet und dafür auch starke Argumente angeführt. Der Erftkreis umfasse schließlich den Raum zwischen Rhein und Erft, durch den Namen Erftkreis waren demnach aber nur etwa ein Drittel des Kreisgebietes umfasst, nämlich diejenigen Kommunen, die unmittelbar durch den Verlauf der Erft tangiert sind. Städte wie Wesseling, Brühl, Hürth, Frechen und Pulheim fanden sich in der seinerzeitigen geografischen Zuordnung des Kreisnamens nicht umfassend wieder. Durch eine Erweiterung des Kreisnamens um den Namen "Rhein" wäre für den Außenstehenden auch eine klare geografische Zuordnung zum Kölner Raum möglich.

Die Anregung zur Namensänderung erfolgte durch Werner Stump im Januar des Jahres 2001. Nach diesem Zeitpunkt hatte es in der Öffentlichkeit vielfältige Diskussionen mit deutlicher Zustimmung gegeben. Verschiedene Medien starteten Umfragen, die eine breite Zustimmung zur Umbenennung mit sich brachten.

Und so begann Stump am 31.10.2003 seine Reise durch alle Kommunen des Erftkreises, an deren Ende am 01.11.2003 die Umbenennung in "Rhein-Erft-Kreis"stehen sollte. Mit dem damaligen Bürgermeister von Wesseling, Günter Ditgens bestieg Werner Stump das Fährschiff "Marienfels", um in zwei großen Bartmannkrügen 10 Liter Wasser aus dem Rhein abzuschöpfen. 

Daraufhin begab er sich auf seine Reise durch alle Kommunen des Erftkreises, um am Ende, in Bedburg-Kaster angekommen, mit Bedburgs Bürgermeister Willi Harren das Rheinwasser mit dem Wasser aus der Mühlenerft zu vermengen. In jeder Kommune übergab Stump auf seiner Reise damals je einen kleinen Bartmannkrug, gefüllt mit Rheinwasser. Im Gegenzug wurde die gemeinsame "Umbenennungsurkunde" unterschrieben und Stump händigte neue Ortsschilder aus. Und am 01. November 2003 gegen 13:30 Uhr endete offiziell die Zeit des Erftkreises und so wurde aus Werner Stump dann auch der Landrat des Rhein-Erft-Kreises.

Heute ist der Begriff "Rhein-Erft-Kreis" unumstritten; die Bürgerinnen und Bürger des Kreises zwischen Rhein und Erft haben diesen Namen zwischenzeitlich verinnerlicht und sehen ihre Identifikation mit dem Raum zwischen den beiden Flüssen durch die Namensänderung bestätigt.