Errichtung und Betrieb von Wärmepumpenanlagen mit Erdwärmesonden

Die Errichtung und der Betrieb von Wärmepumpenanlagen mit Erdwärmesonden sind erlaubnispflichtig. Wegen des Durchdringens von Grundwasserstockwerken, des Wärmeentzuges aus dem Grundwasser und des Einsatzes des Wärmeträgers können solche Anlagen unter Umständen schädliche Veränderungen der physikalischen, chemischen oder biologischen Beschaffenheit des Grundwassers herbeiführen.

Benötigte Unterlagen: 
  • ausgefüllter Antragsvordruck
  • Eigentümernachweis/Vollmacht des Eigentümers
  • Übersichtskarte Maßstab ca. 1:25.000
  • Flurkarte, unbeglaubigt Maßstab ca. 1:1.000
  • Lageplan Maßstab ca. 1:500 mit Darstellung der vorgesehenen Bohransatzpunkte und Leitungsverlauf der Wärmepumptenanlage
  • Beschreibung der Anlagen und des Betriebes
  • Angaben zu den geologischen und hydrogeologischen Verhältnissen (auf Kartengrundlage)
  • Angaben zur Länge/Tiefe der Erdwärmesonden mit Bezug auf Grundwasserstockwerke und der erforderlichen Wärmeleistung
  • Angaben zum Bohrverfahren und zur Verfüllung/Abdichtung des Ringraumes
  • Zertifikat des Bohrunternehmers gemäß DVGW Arbeitsblatt W 120-2 bzw. W 120-1, Benennung des Bohrgeräteführers
Besonderheiten: 

Innerhalb der Zonen I, II und III a von Wasserschutzgebieten ist der Einbau von Erdwärmesonden generell nicht zulässig.
Innerhalb der Wasserschutzzone III b eines Wasserschutzgebietes ist die Einbautiefe der Erdwärmesonden grundsätzlich auf die Sohle des oberen ungespannten Grundwasserstockwerks beschränkt. Eine Durchbohrung grundwasserstockwerks-trennender Schichten ist nicht erlaubt. Eine solche Tiefenbeschränkung gilt auch für das geplante Wasserschutzgebiet Hürth-Efferen. Ob ein Grundstück im Wasserschutzgebiet liegt, erfahren Sie hier.

FAQs: 

Ist mein Grundstück für Erdwärmenutzung geeignet?

Informationen erhält man durch den Geologischen Dienst NRW.

Wo kann ich die Bohrungen auf meinem Grundstück niederbringen?

Die Bohrungen müssen in einem Abstand von mindestens 3 m zu den Grundstücksgrenzen und außerhalb von Leitungstrassen niedergebracht werden.

Wer kann die dafür benötigten Bohrungen durchführen?

Im Rhein- Erft-Kreis dürfen nur nach DVGW Arbeitsblatt W 120-2 bzw. W 120-1 zertifizierte Bohrunternehmen die Bohrungen durchführen.

Wo finde ich zertifizierte Unternehmen?

Zertifizierte Unternehmen finden Sie auf den Seiten des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. und des Vereins Zertifizierung Bau e.V.

Ist die Erlaubnis befristet?

Ja, die Erlaubnis ist auf 25 Jahre befristet.

Ansprechpartner: 
  • Frau Plog
    Tel.: 02271/83-17046
  • Frau Hismiogullari
    Tel.: 02271/83-17033
Gebühren: 

Die Gebühr bemisst sich nach der Wärmeentzugsleistung. Sie beträgt mindestens 200,00 €.

Fristen, zeitlicher Ablauf: 

Die Bearbeitungszeit beträgt bei Vorlage eines vollständigen Antrages ca. 4 Wochen.

Bohrbeginn ist erst nach Erlaubniserteilung und Mitteilung des Bohrbeginns zulässig, daher sollte die Antragstellung rechtzeitig vor Baubeginn erfolgen.