Fürsorgestelle

Die Fürsorgestelle ist Ansprechpartner für Schwerbehinderte und ihnen Gleichgestellte, sofern diese im Erwerbsleben stehen bzw. eine selbständige Tätigkeit anstreben. Sie führt den besonderen Kündigungsschutz durch, sichert Arbeitsverhältnisse auch durch begleitende Hilfen, gleicht behinderungsbedingte Nachteile im Berufsleben aus, berät und gewährt finanzielle Hilfen.

Die großen kreisangehörigen Städte Bergheim und Kerpen unterhalten für ihren jeweiligen Bereich eine eigene örtliche Fürsorgestelle.

Besonderheiten: 

Hilfen am Arbeitsplatz

Die Fürsorgestelle berät ebenfalls bei der Gestaltung eines behinderungsgerechten Arbeitseinsatzes und der behindertengerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes. Die Beratung kann auch vor Ort stattfinden. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben arbeitet die Fürsorgestelle eng mit den Integrationsfachdiensten und dem technischen Dienst des Landschaftsverbandes zusammen. Des Weiteren unterstützt die Fürsorgestelle bei der Beseitigung von Problemen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.

Prävention/Betriebliches Eingliederungsmanagement

Wenn das Arbeitsverhältnis eines schwerbehinderten oder gleichgestellten Menschen bei Eintreten von personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Schwierigkeiten gefährdet ist, ist der Arbeitgeber gemäß § 84 SGB IX zur Durchführung von Präventionsmaßnahmen verpflichtet. In diesen Fällen kann die Fürsorgestelle des Rhein-Erft-Kreises beraten, um alle Möglichkeiten und alle zur Verfügung stehenden Hilfen zur Beseitigung der Schwierigkeiten und zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu prüfen. Ebenso verhält es sich, wenn ein schwerbehinderter oder gleichgestellter Mensch innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig erkrankt.

Bei einer Kontaktaufnahme mit der Fürsorgestelle müssen keine Nachteile befürchtet werden. Die Beschäftigten unterliegen der Schweigepflicht und alle Probleme werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Die Fürsorgestelle des Rhein-Erft-Kreises versteht sich als neutraler Partner sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer.

Unterstützung weiterer Personenkreise

Als zweite, eigenständige Zielgruppe unterstützt die Fürsorgestelle Spätaussiedler, Vertriebene, Flüchtlinge und politische Häftlinge aus dem Gebiet der ehemaligen DDR sowie deren Angehörige.

Die Arbeit umfasst Entscheidungen über

  • Ersuchen auf Feststellung der Anerkennung als Sowjetzonenflüchtling oder als ehemaliger politischer Häftling,
  • Anträge nach dem strafrechtlichen und beruflichen Rehabilitierungsgesetz,
  • Widersprüche gegen Statusentscheidungen der Kommunen.

Zu den Zielen gehören die Sicherstellung der Leistungsansprüche und Entschädigungen, der Ausgleich erlittener Härten, Hilfen zur Eingliederung in die Gesellschaft sowie der Ausgleich unterschiedlicher Startbedingungen.

Ansprechpartner: 
  • Herr Johannes Rüth
    Abteilungsleiter
    Tel.: 02271/83-15011
  • Frau Julia Etzbach
    Tel.: 02271/83-15033
    zuständig für Bedburg, Elsdorf, Frechen, Pulheim
  • Herr Daniel Eichler
    Tel.: 02271/83-15029
    zuständig für Brühl, Erftstadt, Hürth, Wesseling

Für die beiden Städte Bergheim und Kerpen ist die jeweilige Stadtverwaltung eigenverantwortlich zuständig. Herr Manfred Scholtysek ist bei der Stadt Bergheim unter Tel. 02271/89542 zu erreichen und Ansprechpartnerin bei der Stadt Kerpen ist Frau Heimann, Tel. 02237/58268.